Tekom 2013, Do 7.11.2013

Am zweiten Tag der diesjährigen tekom-Jahrestagung kam ich nicht in so viele Vorträge – meinen eigenen habe ich natürlich besucht! – aber ein paar Notizen sind es dennoch geworden. Den Freitag habe ich in diesem Jahr erstmalig nicht mehr besucht.

Wissen macht schön – so werden Sie ein erfolgreicher Wissensmanager

Wichtig: Risiken durch fehlendes Wissensmanagement. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Wissensmanagement ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Bei bestimmten Informationen reicht es nicht, dass es (derzeit!) in der Firma Leute gibt, die das wissen. Sind diese Personen auf ewig verfügbar, werden die nie krank?

Ulrike Parson und Marion Bröer (parson AG) warnen nicht so eindringlich wie ich hier, sondern präsentieren praktikable Vorgehensweisen, wie man zu einem funktionierenden Wissensmanagement kommt. Unterlage

DERCOM e.V. und COTI

Jetzt den Entwurf des Standards für eine herstellerübergreifende Übersetzungsschnittstelle laden und kommentieren: http://www.dercom.de

PowerPoint Folien aus CMS

Frau Dr. Witte von Cognitas stellt das Erstellen von Powerpoint-Foliensötzen (im .pptx-Format) aus COSIMA vor. Für den Kunden des Doku-Dienstleisters bietet sich dadurch die Chance für flexible und modulare Trainingsunterlagen mit allen Vorteilen, die ein Redaktionssystem bietet. Darunter natürlich die vorhandenen Übersetzungsprozesse, wodurch die Übersetzung von PowerPoint-Dateien komplett entfällt.

DOCUFY wird zitiert: „Wenn Sie Pilotkunde sein wollen, dann probieren wir das aus.“

Das Projekt stellt gewisse Herausforderungen an Redaktion und Redaktionssystem:

  • Trainingskonzept: fachliches Konzept wird benötigt, denn sonst ist ein zielgerichtetes Vorgehen nicht möglich
  • Kommunikation mit den Trainern: die Texte werden von den Redakteuren geschrieben, der Input kommt von den Trainern; dadurch muss eine neue Kommunikationskultur entstehen
  • Folien-Notizen in einer anderen Sprache als die Folien und das Handout: In manchen Märkten wird der Vortrag des Trainers synchron übersetzt, Folien und Handout sollen aber in Landessprache sein – die der Trainer selbst nicht versteht

Weniger ist mehr

Laden Sie die Präsentation zu meinem Vortrag

Tekom 2013, Mi 6.11.2013

Am ersten Tag der diesjährigen tekom-Jahrestagung konnte ich einige Vorträge besuchen. Hier meine kurzen Notizen.

Printlayouts mit CSS3

Gregor Fellenz (bekennender Fan von XML-basiertem Publishing mit umfangreichen Erfahrungen nicht nur mit der Verlagsbranche, zudem Autor von »InDesign automatisieren«) und Tobias Fischer berichten über den Stand er Layoutmöglichkeiten von CSS3. Und haben die mit Beispieldaten auch durchexerziert.

Wer 82079 sagt, muss auch 9241 sagen

Dieter Gust berichtet über ISO-Normen 82079 und 9241. Es geht ihm im Kern um Beurteilungskriterien zur Ergonomie von elektronischen Medien. „Gebrauchstauglichkeit“ – was bedeutet das? Er verweist auf vorhandene und fehlende Aspekte im Normen-Kanon und versucht sich an einer Annäherung mit konkreten Projekten auf »mobile devices«. Fazit: Es bleibt noch einiges zu tun, und ohne intensive Beschäftigung mit der Materie geht es gar nicht.

XSLT 2.0 im Browser mit Saxon-CE

Thomas Meinicke stellt den aktuellen Stand dieser (mittlerweile als OpenSource verfügbaren) Lösung von XSLT-Guru Dr. Michael Kay vor. Auch er kann sich dem Fazit anderer nicht ganz entziehen:

»Great solution, now looking for a problem to solve…«

The Value of Training Users to be „Wiki Gardeners“

Susan Griffin, u.a. Wiki-Gärtner bei Atlassian (Produzent von JIRA und Confluence), betont die Notwendigkeit des Aufräumend, Unkraut-jätend etc. wenn in einem kollaborativen System wie einem Wiki geschrieben und gearbeitet wird. Das gilt nicht nur für Textschaffende, sondern insbesondere auch wenn so ein Stetem als Wissenspool genutzt werden soll.

  • Find your master gardeners!
  • Structuring content.
  • Make sure you have a style guide.
  • Experienced gardeners keep the weeds at bay.
  • Wiki disasters… clean up regularly!